Niemand startete mit dem gleichen Material – Nach dem Sturm auf den Turm

Wie angekündigt war es der Höhepunkt der Saison. Schon allein die Tatsache das in der Ergebnisliste extra eine neue Spalte “Material” eingeführt werden musste, zeugt von Spannung!

Acht mutige Athleten trafen sich in Schmöckwitz an der Brücke, dem Startpunkt. Jeder von ihnen mit einem geheimnisvollen Grinsen auf dem Gesicht. Von allen gleich gewählt die Auftaktbewaffnung: Rennrad (bis auf Norbert der auch mit dem MTB so schnell wie die anderen fährt!).

Materialienüberblick

  • Rennrad, MTB
  • Schwimmen, Flossen, Surfbrett, Luftmatratze, Segelboot
  • MTB, Laufschuhe

Am Ende stand Hauer als erster ganz oben am Turm, gefolgt von Robert und Kurti. Weitere Platzierungen siehe Ergebnisliste.

Und zu guter letzt noch ein Live-Bericht von Thoralf damit man sich vorstellen kann wie es ablief:

Meine Hilfsmittel: Rennrad, Schwimmen mit Flossen und Paddels, MTB + Helm 2 + SPD – Fahrradschuh

Habe beim SSCBG im Büro angerufen ob ich im Rahmen einer Vereinsmeisterschaft vom Gelände ins Wasser darf. Der freundliche Herr am Telefon half sogar mit einem Blick aus dem Bürofenster um festzustellen, dass viel Schilf auf der anderen Uferseite zu sehen sei. Es wäre jedenfalls kein Problem, das Gelände zu betreten.

Vor dem Rennen habe ich dann aus Richtung Grünau kommend meine Flossen, Schwimmbrille u. Paddels beim SSCBG versteckt, ein Fahrradschloss offen mit steckendem Schlüssel an der Heizung im Treppenhaus deponiert und Wechselsachen für “Danach” in unserer alten Umkleide (war offen und unverändert) gebunkert. Auf dem Weg zum Start habe ich dann noch die Anfahrt zum SSCBG aus Schmöckwitz kommend besichtigt.
Während dessen hielten meine Eltern mein MTB auf der Turm- Uferseite bereit. Den Highway von dort zum Turm durch den Wald hatte ich am Vormittag erkundet.

Das Rennen: Die Hatz bis zu meinem Abbiegen von der Vetschauer Allee in den Zergwitzer Weg kennst du. Wir waren in einer wilden Gruppe unterwegs. Das Fahrverhalten von außen betrachtet konnte man sich er nur mit Kopfschütteln quittieren. Also im Zickzack über Kopfsteinpflaster zum Verein.
Dort das Rad ins Treppenhaus geschmissen und über das hakelige Fahrradschloss geärgert. Auf dem Sprint zum Wasser das Handy zum Glück noch versteckt, die Flossen geschnappt und auf dem Steg die schon zu Hause mit Vaseline einbalsamierten Füße in die schwarzen großen Teile gewürgt, Brille, Badekappe auf und Paddels an und wie ein behinderter ins Wasser gefallen -zum Glück stand keiner da und hat blöde Fragen gestellt-. Nach 5 Zügen war die Atemnot ,die ich schon zu vor auf dem Rad erlitt, gleich wieder da. Das gegenüberliegende Ufer war nicht weit und kam zum Glück schell näher. Im Knietiefem Wasser angekommen die Flossen versucht abzustreifen, was im dritten Anlauf endlich gelang, in der Schilflücke aus dem Wasser und alle Utensilien (Kappe, Brille usw.) wild in der buschigen Gegend verteilt und 50m durchs Unterholz zum Fahrrad gesprintet. Schuhe an Helm auf und mit dem MTB in einer Höllen – Fahrt über Stock und Wurzeln den Uferweg zum Turmaufstieg entlang gesprengt. Der war danach von allen Spaziergängern befreit.

Kurz vor der Treppe habe ich Norbert kassiert und war gleichzeitig überrascht nicht der erste zu sein ;-(. Ich wußte, ohne N. zu nahe zu treten, da müssen noch welche vor ihm sein. Die ersten Stufen der Treppe im Galopp nehmend sah ich 80m vor mir auch schon meinen ärgsten Konkurrenten, der mit 0,75 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft in den Sturm gegangen war. Ich kam Frank O. schnell näher und witterte noch mal Morgenluft. Er hingegen wusste als erfahrener Anwohner, dass der Hammer bei der Hälfte des Aufstieges hängt. Da traf er auch plötzlich und unerwartet mit voller Wucht meine Lunge (zum dritten mal an diesem Tag) und Beine, so dass ich kurz Stehversuche machen musste. Am Ende fehlten 10m zu Frank.
Nach dem ich das Sauerstoffzelt wieder verlassen konnte und wir 6 ersten uns beglückwünscht hatten, erlangte der Spaß wieder vollends die Oberhand.

So wie ich gekommen, bin ich auch Retour, habe meine Plünnen nach dem 2. Wassergang beim SSCBG eingesammelt, dort schön warm geduscht (ätsch) und bin mit RR und Handy, beides war noch da, Richtung Grünau.

In Grünau sammelte ich Torsten O. nach seinem Training auf und fuhr durch ihn begleitet glücklich nach Haus

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4 Antworten to “Niemand startete mit dem gleichen Material – Nach dem Sturm auf den Turm”

  1. Rob sagt:

    Großer Spaß – und in Gedanken bei Marco…

  2. Nils sagt:

    Und wie war nun die Taktik vom Sieger? :)
    Nächstes Mal bin ich auch dabei…!

  3. Max sagt:

    Gratulation und Gute Besserung an den Lügge!

    PS: Wenn ich mir die Ergebnisliste so anschaue: ich habe den besten Durchschnitt !

  4. Marcel sagt:

    Cooler Bericht Toralf!
    Fehlt nur noch das Foto, wie Du mit dem Gummihandschuh Deinen Schritt mit Vaseline einreibst und anschl. wie ein Käfer ins Wasser fällst ;)

    Beste Grüße
    Marcel

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