Bericht zum Harz-MTBO oder wie wir 150 Strafpunkte kassierten
Die Wettervorhersage für den Harz verhieß nichts gutes, Regen und auf den Bergen sogar Schnee. Aber wer einmal beim MTBO (Mountainbike-Orientierungsfahren) dabei gewesen ist dem ist sowas egal. das hält nicht ab und erst Recht nicht Robert und Kurti.
Am Abend vorher gibt es die üblich Pizza im Stammlokal, die einheimische Bevölkerung weiß Bescheid und gibt Ratschläge zum Rennen. In diesem Jahr mussten zum ersten Mal wieder die eigenhändig in die ausgehändigten Karte übertragen werden, was die “Neulinge” irritiert aber uns junge alte Hase sicher nicht. Erstmalig gab es zwei Karte eine grobe mit Maßstab 1:35000 und eine Ausschnittskarte mit 1:25000. (Fotos siehe ganz unten!)
Der Wettkampf-Morgen begann entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück in der Jugendherberge und wurde hektischer als die Dampfeisenbahn Roland uns mit geschlossener Schranke die Zeitplanung aus der Bahn brachte. Was solls die 5 Minuten Startrückstand nehmen wir in Kauf
Das Wetter hatte es sich überlegt und schob langsam die Wolken weg. Trotz allem waren die Waldwege mit großen Pfützen versehen und der Schlamm überall mindestens Knöchel tief.
Die ersten Punkte liefen gut, unterwegs ein paar versprengte Gespräche mit anderen Athleten, die unseren Orientier-Dirk kennen und bei denen man mit der Teilnahme am Orientierungslauf-Triathlon schon ein wenig dazu gehört.
Dann der Blick auf den Tacho, 33km? so wenig erst? Die Beine fühlen sich anders an. Egal weiter! Abkürzung im Wald jetzt wo wir so schön an der Rappoda-Talsperre entlang fahren? Ja klar… Plötzlich rauschen wir unvermittelt in einen von Waldmaschinen zerstörten Weg und Matsch und Wasser bremsen kräftig. Jetzt sehen wir noch dunkler aus. Dann wieder eine Autobahn von Waldweg plus Sonne dazu nen Poweriegel und ein Foto an der Staumauer der Vorsperre, beeindruckend und bislang nicht gesehen, so viel Zeit muss sein. (Fotos siehe ganz unten!)
Wir sammeln Punkt für Punkt. Nun aber auf den Heimweg!? Klar aber noch ein paar Wegpunkte unterwegs.
Der Navigator sagt “Wanderweg mit gelber Markierung”. Dieser entpuppt sich als Flussbett was es abzufahren gilt. Rob stürzt sich gen Tal, Kurti holt ihn sich im nächsten Aufstieg wieder (gesehen haben wir uns immer!). Der nächste Weg, diesmal mit grüner Markierung ist ein Singletrail der mit Wurzel, Steinen und umgestürzten Bäumen verblockt ist. Das kostet uns fast 1 Stunde, damit ist die entspannte Rückfahrt dahin. Eine weitere Sackgasse nahe der Staumauer entmutigt noch mehr aber das Wetter stimmt und die Stimmung 1A.
Wie sooft heißt es auf dem Heimweg wieder einmal die Straße nutzen mit 65km/h den bergab und auf dem großen Kettenblatt nochmal die letzte Kraft geben.
Im Ziel die Frage vom Veranstalter ob wir uns nicht etwas verspätet hätten? Sicher, es war so schön unterwegs *ernst* immerhin 91km stehen auf dem GPS-Track! Als das Ergebnis kommt, steht es fest, 150 Strafpunkte bei 190 Gesamtpunkten. Das war knapp die Letzten haben 25 Punkte die Ersten 275
Was uns bleibt ist Räder vom gröbsten Dreck abspülen unter der Dusche mit den anderen ein paar Geschichten austauschen und noch einen obligatorischen Flurry mit Smarties.
Fazit: Nächstes mal brauchen wir wieder vereinsinterne Gegner!
Für Nils einen dicken Gruß, wir sind für dich ne jeder halbe Stunde extra gefahren!
Und Oli, Danke fürs Schutzblech…
Es grüßen die MTBOer Robert und Kurti















Blitzsauber Jungs!
Der dicke Obi macht aber trotzdem noch Saisonpause
Beste Grüße
Marcel